Aufgaben
Finanzbuchhalterinnen und Finanzbuchhalter erfassen und buchen Eingangs- und Ausgangsrechnungen, Bankbewegungen und Kassenbelege. Sie pflegen Debitoren und Kreditoren, überwachen offene Posten, bereiten Zahlungsläufe vor und erstellen die Umsatzsteuer-Voranmeldung.
In der Steuerkanzlei arbeiten sie für mehrere Mandanten und zunehmend digital: Belege kommen über Schnittstellen oder als Scan, Buchungsvorschläge werden geprüft statt von Hand erfasst. Zum Monats- und Jahresende arbeiten sie den Abschluss vor.
- Laufende Buchhaltung für Mandanten
- Debitoren, Kreditoren und offene Posten
- Zahlungsverkehr und Mahnwesen
- Umsatzsteuer-Voranmeldungen
- Vorbereitung von Monats- und Jahresabschlüssen
Voraussetzungen
Einen einheitlich geregelten Ausbildungsberuf Finanzbuchhalter gibt es nicht. Arbeitgeber erwarten in der Regel eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Steuerfachangestellte, Kaufleute für Büromanagement oder Industriekaufleute, und Praxis in der Buchhaltung.
Verbreitet sind Lehrgänge mit Zertifikat von Kammern und Bildungsträgern. Wichtiger als der Titel sind sichere Kontierung, Verständnis für Umsatzsteuer und Routine in DATEV oder einem anderen Buchhaltungssystem.
- Kaufmännische Ausbildung
- Praxis in der Finanzbuchhaltung
- Sicherer Umgang mit DATEV oder vergleichbarer Software
- Sorgfalt und Termintreue
Karriere und Weiterbildung
Der naheliegende Schritt ist die Fortbildung zur Bilanzbuchhalterin oder zum Bilanzbuchhalter, mit der die Verantwortung für Abschlüsse dazukommt. In der Kanzlei ist auch der Weg über die Ausbildung zur Steuerfachangestellten und die Prüfung zum Steuerfachwirt üblich.
Quereinsteigende aus kaufmännischen Berufen sind gefragt, weil viele Kanzleien ihre Buchhaltungsteams ausbauen.
- Bilanzbuchhalter/in
- Steuerfachangestellte/r und Steuerfachwirt/in
- Teamleitung Buchhaltung
Gehalt
Nach dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit verdient die mittlere Hälfte der Beschäftigten in der Buchhaltung in Vollzeit zwischen 3.355 und 5.246 Euro brutto im Monat, der Median liegt bei 4.153 Euro (bundesweit, Stichtag 31.12.2025).
Eine Tarifbindung gibt es in Kanzleien nicht. Kanzleigröße, Standort, Mandantenstruktur und Berufsjahre bestimmen das Gehalt. Wer selbstständig Abschlüsse vorbereitet und mehrere Mandate betreut, liegt eher im oberen Bereich.
Der Gehaltscheck auf der Gehaltsseite zeigt die Spannen je Berufsgruppe, der Gehaltsrechner rechnet das Brutto in Netto um.
Stellen finden
Kanzleiwelt listet Stellen als Finanzbuchhalter/in von Steuerberatungs-, Wirtschaftsprüfungs-, Rechtsanwalts- und Notarkanzleien in ganz Deutschland. Die Anzeigen nennen Einsatzort, Arbeitszeitmodell und Schwerpunkte und führen direkt zur Bewerbung beim Arbeitgeber.
Die Stadtseiten zeigen, wo gerade besonders viele Stellen offen sind. Viele Kanzleien bieten Teilzeit, Gleitzeit und anteiliges Arbeiten von zu Hause an, weil Fachkräfte im Rechnungswesen knapp sind.
Häufige Fragen
Was verdient ein Finanzbuchhalter?
Der Median in der Buchhaltung liegt laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bei 4.153 Euro brutto im Monat in Vollzeit, die mittlere Hälfte verdient zwischen 3.355 und 5.246 Euro (Stichtag 31.12.2025).
Ist der Quereinstieg als Finanzbuchhalter möglich?
Ja. Der Beruf ist nicht einheitlich geregelt. Mit einer kaufmännischen Ausbildung, einem Buchhaltungslehrgang und Praxis in DATEV stellen viele Kanzleien auch Quereinsteigende ein.
Wo finde ich Stellen als Finanzbuchhalter?
Auf Kanzleiwelt unter Stellen, filterbar nach Ort und Umkreis. Jede Anzeige führt direkt zur Bewerbung beim Arbeitgeber.
Stand 8. Oktober 2026. Quellen: Bundesagentur für Arbeit: Entgeltatlas (Stichtag 31.12.2025) (abgerufen 8. Oktober 2026); Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET (abgerufen 8. Oktober 2026); DIHK: Höhere Berufsbildung und Weiterbildung (abgerufen 8. Oktober 2026)









