Aufgaben
Assistenzkräfte sind die erste Anlaufstelle der Kanzlei. Sie empfangen Mandantinnen und Mandanten, nehmen Anrufe entgegen, koordinieren Termine und Besprechungsräume und bearbeiten die ein- und ausgehende Post einschließlich der elektronischen Postfächer.
Im Hintergrund legen sie Akten an, führen Wiedervorlagen, bereiten Schriftsätze und Schreiben nach Diktat vor, organisieren Reisen und unterstützen bei der Rechnungsstellung. In größeren Kanzleien arbeiten Teamassistenzen einem festen Kreis von Berufsträgern zu.
- Empfang und Telefonzentrale
- Termin- und Fristenkoordination
- Postein- und -ausgang, elektronische Postfächer
- Aktenanlage und Wiedervorlagen
- Schreiben nach Diktat, Korrespondenz
- Reiseplanung und Abrechnung
Voraussetzungen
Einen festgelegten Ausbildungsweg gibt es nicht. Häufig sind eine Ausbildung als Kaufleute für Büromanagement, als Rechtsanwalts- oder Steuerfachangestellte oder Erfahrung im Sekretariat. Quereinsteigende aus Hotel, Handel oder Verwaltung sind willkommen, wenn Auftreten und Organisation stimmen.
Gefragt sind sichere Rechtschreibung, Routine in den Office-Programmen, ein freundlicher und verbindlicher Ton und Verschwiegenheit, denn in der Kanzlei gilt das Berufsgeheimnis auch für das Sekretariat. In international arbeitenden Kanzleien kommt gutes Englisch dazu.
- Kaufmännische Ausbildung oder Sekretariatserfahrung
- Sichere Rechtschreibung und Office-Kenntnisse
- Organisationstalent und freundliches Auftreten
- Verschwiegenheit
Karriere und Weiterbildung
Aus der Assistenz führen Wege ins Office Management oder in die Kanzleiorganisation, etwa als Büroleitung. Wer fachlich tiefer einsteigen will, holt eine Ausbildung als Rechtsanwalts- oder Steuerfachangestellte nach; viele Kanzleien fördern das.
Teilzeit ist in diesem Beruf verbreitet, Empfangszeiten werden häufig im Team geteilt.
- Office Management, Büroleitung
- Ausbildung als Rechtsanwalts- oder Steuerfachangestellte/r
- Assistenz der Partnerinnen und Partner
Gehalt
Nach dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit verdient die mittlere Hälfte der Assistenzkräfte in Sekretariat und Büro in Vollzeit zwischen 3.140 und 5.188 Euro brutto im Monat, der Median liegt bei 4.022 Euro (bundesweit, Stichtag 31.12.2025).
Eine Tarifbindung gibt es in Kanzleien nicht. Kanzleigröße, Standort, Mandantenstruktur und Berufsjahre bestimmen das Gehalt. Großkanzleien in Frankfurt, München, Düsseldorf oder Hamburg zahlen in der Regel mehr als kleine Einheiten.
Der Gehaltscheck auf der Gehaltsseite zeigt die Spannen je Berufsgruppe, der Gehaltsrechner rechnet das Brutto in Netto um.
Stellen finden
Kanzleiwelt listet Stellen als Kanzleiassistenz von Steuerberatungs-, Wirtschaftsprüfungs-, Rechtsanwalts- und Notarkanzleien in ganz Deutschland. Die Anzeigen nennen Einsatzort, Arbeitszeitmodell und Schwerpunkte und führen direkt zur Bewerbung beim Arbeitgeber.
Die Stadtseiten zeigen, wo gerade besonders viele Stellen offen sind. Viele Kanzleien bieten Teilzeit, Gleitzeit und anteiliges Arbeiten von zu Hause an, weil Fachkräfte im Rechnungswesen knapp sind.
Häufige Fragen
Was verdient eine Kanzleiassistenz?
Der Median für Assistenz- und Sekretariatsberufe liegt laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bei 4.022 Euro brutto im Monat in Vollzeit, die mittlere Hälfte verdient zwischen 3.140 und 5.188 Euro (Stichtag 31.12.2025).
Ist der Quereinstieg in die Kanzleiassistenz möglich?
Ja. Es gibt keinen festgelegten Ausbildungsweg. Kanzleien stellen auch Quereinsteigende mit Büro- oder Serviceerfahrung ein, wenn Organisation, Auftreten und Rechtschreibung überzeugen.
Wo finde ich Stellen in der Kanzleiassistenz?
Auf Kanzleiwelt unter Stellen, filterbar nach Ort und Umkreis. Jede Anzeige führt direkt zur Bewerbung beim Arbeitgeber.
Stand 8. Oktober 2026. Quellen: Bundesagentur für Arbeit: Entgeltatlas (Stichtag 31.12.2025) (abgerufen 8. Oktober 2026); Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET (abgerufen 8. Oktober 2026)










